ARBEITSPLATZ BEI DER ARCHE – © LENA RUBITSCHUNG
Für Mich
Was die Erkenntnisse aus dem Prozess für mich bedeuten
Für mich habe ich bereits entschieden; dass ich das Projekt – egal ob mit finanzieller Hilfe oder ohne – nicht mehr alleine würde weiterführen wollen, dass tendenziell weniger Menschen über einen längeren Zeitraum teilnehmen sollten und dass kurze Pausen zwischen wechselnden Gruppen hilfreich wären.
Auch in Zukunft möchte ich meiner intrinsischen Motivation folgen und ihr vertrauen. Am meisten gepackt hat mich die Arche und den neuen Spielraum, den sie eröffnen könnte.
Hauptsache dranbleiben
Campi di Cascio
Der Frühling22 hat gezeigt, dass sich dieses Haus sehr gut als Austragungsort für Freihype eignet.
Wie gross das Haus ist und wie gross der Zeitraum, in dem es genutzt werden kann, ist temperaturabhängig. Im Frühling waren die Temperaturen im Campi di Cascio schon immer aushaltbar. Doch davor?
Mit einem Feuer im Kaminzimmer können, neben der Küche, nur das Kaminzimmer selbst und das Turmzimmer im Obergeschoss beheizt werden. Für zwei bis drei Personen, die in kühlen Räumen schlafen und die Tage in den warmen Räumen verbringen, ist ein Aufenthalt im Campi di Cascio auch in den Wintermonaten – in denen das Haus normalerweise leer steht – machbar. Um in dieser Zeit ein Projekt durchführen zu können, müssten aber mehr als zwei Räume warm genug sein, um darin zu arbeiten und zu wohnen. Mit der Möglichkeit, das gesamte Haus zu heizen, könnte dieser Spielraum erweitert werden.
Leider nicht beheizbar: Die «camera» in der auch der Musikraum war
Freihype im Frühling22 kam ohne Fremdfinanzierung aus.
Da das Haus von so einem Projekt fast intensiver genutzt wird, als für Ferien, müsste in Zukunft aber wohl etwas mehr als nur 400 CHF pro Woche fürs Haus bezahlt werden und auch im Allgemeinen würde ein kleines Budget für gewisse Anschaffungen dem Projekt sicher guttun. Die grösste Ausgabe wären aber vor allem Löhne, da ich in Zukunft kaum bereit sein werde, so viel gratis Arbeit zu leisten und auch von den Menschen, die mich dabei unterstützen würden, möchte ich nicht verlangen müssen, dies ohne finanzielle Entschädigung zu tun. Das Projekt hätte sicher gewisse Chancen von Kulturgeldern unterstützt zu werden. Aber hier stellt sich wieder die Frage, was für eine Abhängigkeit das mit sich bringen würde. Simon hat das gut auf den Punkt gebracht.
die zukunft des freien hypes
Die Weiterführung von Freihype orientiert sich auch weiterhin an folgenden Fragen:
wofür ist dieser raum?
warum braucht es diesen raum?
wer gestaltet diesen raum?
Für wen soll dieser Raum genau sein?
Auf welchem weg werden diese Menschen gefunden?
WEr wählt aus den bewerber*innen die aus, die schlussendlich kommen können?
Wie werden diese Menschen in den projektwochen zusammengewürfelt?
Was stellt das projekt zur verfügung, neben dem physischen raum?
erst ein anfang
©2022 Lucca Jäger
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