Gemeinsame Grundidee
Es erscheint mir wichtig, das Institut Hyperwerk in mein Diplomprojekt einzubeziehen, da es einen grossen Effekt darauf hatte.
Obwohl ich mich schon immer stark an meiner intrinsischen, statt einer extrinsischen Motivation orientierte, fand ich mich am Hyperwerk erstmals in einem offiziellen Setting mit anderen Menschen, wo man mich diesbezüglich verstand und förderte und diese «Eigensinnigkeit» nicht als Störung abtat, sondern als grosses Potenzial schätzte.
Freihype war nie eine Antithese zum Hyperwerk, sondern schätzt das Institut, an dem es entstanden ist, als einer von viel zu wenigen Räumen für intrinsisch motivierte Vorhaben.
In der vierten Projektwoche fand sich daher eine kleine Gruppe von Hyperwerkstudent*innen – mit denen ich während meinem Studium gerne zusammenarbeitete – im Campi di Cascio ein, um die vergangenen drei Jahre am Hyperwerk zu reflektieren und daraus Erkenntnisse für Freihype zu gewinnen.
Bei dieser Reflexion handelt es sich natürlich nur um die Meinungen einer Kleingruppe. Dabei ging es nicht darum, andere Meinungen auszuschliessen, sondern um den Wunsch, in einem kleinen und vertrauten Kreis reflektieren zu können – was wir in unserem Studium oft vermissten.
Wir reflektierten das Hyperwerk in Einzelgesprächen auf Waldspaziergängen und in einem Gruppengespräch bei der Arche.
WÄLDER UMS CAMPI DI CASCIO
Hyperwerk-Student*innen reflektieren ihre Studienzeit im Wald ums Campi di Cascio
In der Hyperwerk-Woche unternahm ich mit fünf Studierenden des Ventidue-Jahrgangs – Rebecca, Orlando, Janis, Nayo und Sebastian – einzeln einen etwa einstündigen Spaziergang durch die Wälder ums Campi di Cascio. Ich stellte allen die gleichen sechs Fragen und zeichnete alles was sie sagten mit einem Ansteckmikrofon auf. Die Fragen fokussierten sich auf die positiven Aspekte des Hyperwerks, sowohl aus subjektiver, als auch aus objektiver Betrachtung. Aus sieben Stunden Audiomaterial entstanden sechs ca. fünfminütige Audiodateien, welche die wichtigsten Antworten zu der jeweiligen Frage enthalten.
GRUPPENGESPRÄCH IM WALD BEI DER ARCHE
Im Wald bei der Arche sprechen wir in der Gruppe darüber, was für uns anders hätte laufen müssen.
Als Kontrast zum geschnittenen Einzelgespräch mit Fokus auf die positiven Aspekte unseres Studiums, hat Nayo ein Gruppengespräch organisiert und aufgezeichnet, indem es um all das ging, was uns während unserer Zeit am Hyperwerk missfiel.
Hyperwerk-Interessierten empfehlen wir auch hier reinzuhören.
Obwohl in diesem Gespräch auch Frust Luft gemacht und kein Blatt vor den Mund genommen wird, hoffen wir, es kann von allen Betroffenen als konstruktive aber auch ehrliche und deutliche Kritik aufgefasst werden. Wir wollen niemanden damit persönlich angreifen.
ⓘ Nayo hat das Gespräch nur minimal geschnitten, um das Hörerlebnis zu verbessern.
©2022 Lucca Jäger
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