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umnutzung
Der Musikraum steht sinnbildlich für die logistische Herausforderung den Nutzen eines Raumes zu erweitern
Neben meinem eigenen Interesse für Musikproduktion wollte ich mit dem Musikraum vor allem aufzeigen, wie anhand durchdachter Um- bzw. Ausnutzung ein Mehrwert generiert werden kann.
Mit aufgehängtem Moltonstoff teilte ich die Camera – das grösste Zimmer des Hauses – in zwei gleich grosse Teile. So konnte ein neuer Raum entstehen, ohne dabei den ursprünglichen Nutzen des Zimmers – ein Schlafplatz für zwei Personen – aufzugeben.
Mit seiner Dicke diente der Moltonstoff nicht nur als Sichtschutz, sondern auch, um Frequenzen abzufangen, den Nachhall zu reduzieren und somit den Bereich der Camera, der akustisch behandelt werden musste, zu halbieren. Ergänzt durch einen grossen Teppich am Boden und viel Pyramidenschaumstoff an den Wänden konnte die Nachhallzeit genügend reduziert werden, um ein angenehmes akustisches Klima zu schaffen.
Alles im Musikraum war so konzipiert, dass es innerhalb kürzester Zeit auf- und abgebaut werden konnte, was nach langer Planung sehr gut funktionierte. Offen blieb die Frage, wo die ganze Einrichtung des Musikraumes während der Mietsaison zwischengelagert werden könnte.
DIE LEERE CAMERA
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